Kyoto-Protokoll: Alles Schwindel oder was?

Die Klimaanderung steht in keinster Weise mit den industriellen Treibhausgasen" in Verbindung. Das meint Geologe und Geophysiker Boris Berry. Nach seiner Einschatzung haben die langzeitlichen Temperaturanderungen in der nordlichen Hemisphare ihren naturlichen Ursprung und periodischen Charakter.

 

Epoch Times Deutschland: http://www.epochtimes.de/articles/2008/08/02/320547.html


Dr. Boris Berry
Epoch Times Deutschland

04.08.2008

 

Artikel zum Thema:

Temperaturentwicklung: Nordliche Hemisphare, rekonstruiert von Baumringen von 800 n.Chr. bis 2.000 n. Chr. (rot) und die modellierte Kurve, 500 v.Chr. bis 3.500 n. Chr. (blau). (B. Berri)


Wetter und Klima sind nicht dasselbe

Einmal im Fruhling habe ich, innerhalb von 24 Stunden, 26 verschiedene Arten von Wetter gezahlt." - Mark Twain
In den Nachrichten wird uns das Wetter fur die kommende Woche vorhergesagt. Das zukunftige Wetter ist abhangig von der Geschwindigkeit und der Temperatur von Luftstromen, die sich Hunderte von Meilen von den Wetterstationen entfernt befinden.
Auf Hohe der Breitengrade der kanadischen Stadt Montreal oder Novorossiysk in Russland umlaufen Luftstrome den ganzen Globus in 30-Tages-Zyklen von Ost nach West. Mochte man fur diese Stadte das Wetter fur einen Monat vorherbestimmen, muss man das Wetter in der nordlichen Hemisphare kennen.

Warum erstellen die Meteorologen dann Wettervorhersagen gerade mal fur eine Woche und nicht fur 30 Tage? Die Sonne rotiert um ihre eigene Achse in Zyklen von 27 Tagen. Wahrend dieser Zeit wird die Erde von vier Sektoren Sonnenplasma unterschiedlicher magnetischer Polaritat beeinflusst. Jeder dieser Sektoren beeinflusst die Atmosphare fur sieben bis acht Tage und schafft naturliche Wetterperioden, die eine genaue Vorhersage moglich machen. In den Ubergangsperioden verandert sich jedoch die Dynamik in der Atmosphare, und die Wettervorhersage verliert an Genauigkeit. Zudem steht die Erde unter dem Einfluss von solaren und lunaren Gezeitenkraften, die alle sieben Tage ihre Rotationsgeschwindigkeit entweder erhohen oder bremsen und so die Zirkulationen in der Atmosphare, der Ozeane und unterirdischer zahflussiger und flussiger Strome beeinflussen. All diese naturlichen Zyklen begrenzen eine genaue Wettervorhersage auf nur sieben Tage.

Die jahrliche Durchschnittstemperatur beispielsweise der nordlichen Hemisphare ist ein globaler Parameter, dessen Variabilitat von Jahr zu Jahr mitunter erheblich sein kann. Sie beschreibt keine saisonalen Temperaturschwankungen, sondern reflektiert die auf langere Zeit ausgerichteten klimatisch bedingten Fluktuationen. Die langzeitlichen solaren und terrestrischen Schwingungsprozesse in Perioden von bis zu zwei Millionen Jahren kommen von den periodischen Bewegungen und Gravitations-Wechselwirkungen der Himmelskorper, die sich innerhalb unseres Sonnensystems abspielen.

Instabile Wettervariationen und die stabile Klimaoszillation (Klimaschwankung) werden durch unterschiedliche zeitliche und raumliche Gro?enverhaltnisse verursacht. Sie ruhren also von unterschiedlichen physikalischen Ausgangspunkten und Ordnungen her. Eine vereinheitlichende Theorie sowohl fur das Wetter als auch fur die klimatischen Prozesse kann somit nicht erstellt werden.

Analog kann gesagt werden, das Wetter benimmt sich wie eine skurrile Person, die nur von einem Tag zum anderen lebt. Das Klima funktioniert auf der anderen Seite so solide wie das Direktorium einer gro?en Bank, das vorangegangene Geschaftsjahre analysiert und zukunftige Geschaftsstrategien uber viele Jahre im Voraus plant. Ideen und Gefuhle eines Durchschnittsindividuums, das die Vergangenheit und die Zukunft nicht berucksichtigt, konnen nicht mit den Entscheidungen und Vorgehensweisen des Direktoriums verglichen werden. Genauso ist es auch nicht moglich, auf Basis von physikalischen Wettermodellen das Klima zu rekonstruieren. Nichtsdestotrotz haben Meteorologen und Klimatologen genau das seit 1900 stur betrieben.

Heute existiert eine herausragend wichtige Tatsache das Raumschiff Erde betreffend, und diese ist, es hat keine Gebrauchsanleitung mitbekommen." -Buckminster Fuller

Als Resultat einer aggressiven Bewerbung der Ideale des Kyoto-Protokolls horen wir tagtaglich von au?ergewohnlichen Uberflutungen, Trockenheit oder anderen gefahrlichen Naturereignissen als Folgeerscheinung der globalen Erderwarmung und Anreicherung von Treibhausgasen.

Einzelne Naturkatastrophen sind zeitlich und raumlich begrenzt. Sie tauchen auf als lokale Wetteranderungen und stehen nicht in Relation zu globalen Erwarmungs- oder Abkuhlungstrends. Es ist nicht korrekt, zwischen einem einmaligen" Hurrikan-Ereignis oder einem Erdrutsch eine Verbindung zur globalen Erwarmung herstellen zu wollen.

Der andere Punkt ist die betrachtliche Zunahme von gefahrlichen Wetterphanomenen. Die Zunahme und Anderungen in tendenziell warmeres oder kuhleres Klima passiert alle zwei bis zwolf Jahre. Anderungen des Temperaturtrends wie in nebenstehender Grafik gezeigt, decken sich mit den Ausschlagen nach oben und unten der Temperaturkurve. Hier beginnt die Umsetzung des atmospharischen Kreislaufs, der, wie es bei allen Umsetzungen der Fall ist, vermehrt zu gefahrlichen Ereignissen fuhrt.

Vor 20 Jahren wurden mit Hilfe modellierter Kurven fur die Jahre 2005 bis 2006 mehr gefahrliche Wetterphanomene und tektonische Aktivitaten vorausgesagt. Die Katastrophen, die uns die letzten zwei Jahre heimsuchten, stehen in keiner Weise mit der naturlichen Erderwarmung seit den 1920iger Jahren in Verbindung. Sie wurden durch partielle Trendanderungen von Erwarmung und Kuhlung verursacht.

Ein hei?er Tag oder ein hei?es Jahr ist kein Beweis fur die globale Erwarmung. Ebenso wie ein ungewohnlich kaltes Jahr auch nicht als Beweis fur globale Abkuhlung herhalten kann. Wir konnen erst von einem wirklichen Trend sprechen, wenn wir die Jahrestemperaturen von wenigstens zehn aufeinander folgenden Jahren haben.

Um ein exaktes Klimavorhersagemodel erstellen zu konnen, sollten die Temperaturen der nordlichen Hemisphare uber einen moglichst langen Zeitraum bekannt sein. Solche Langzeitdaten konnen mit einem mathematischen Modell ermittelt werden (wie in der Grafik gezeigt). Es fasst Schwingungen von 12 bis 14 Hauptsonnensystemen innerhalb von Perioden von sieben bis 1.000 Jahren zusammen.
Viele Probleme in Verbindung mit diesen Schwankungsprozessen und ihren Interaktionen konnen bisher theoretisch noch nicht gelost werden. Deshalb sollten bei der Errechnung von Perioden, Phasen und Amplituden der Schwankungen naturlicher Prozesse immer mehrere unterschiedliche Reihen von beobachteten und rekonstruierten Daten erstellt werden.

Nimm zuerst die Fakten, dann kannst Du sie verandern, wie es Dir gefallt." - Mark Twain
Stabile klimatische Schwankungen konnten mittels der Jahresringe eines Baumes bestimmt werden. Die Rekonstruktion zeigte, dass der einzige Unterschied der modernen Erwarmung der Nordlichen Hemisphare zu fruheren Warmperioden darin liegt, dass sie gelegentlich mit dem technischen Fortschritt zusammentrifft. So scheint es, dass Temperaturanderungen in der Nordlichen Hemisphare fur nahezu 100 Jahre oft sehr gut mit der Zunahme an Autos oder Motoren auf unserem Planteten korrelieren und eben auch mit der Menge an verbrauchtem Treibstoff.

Das Zusammentreffen der oben genannten unabhangigen Prozesse hat fur manche Klimatologen die wissenschaftliche Basis" geformt. Sie glauben, dass die moderne Industrialisierung in katastrophaler Weise zur Erwarmung des Planeten beigetragen hat. Kohlendioxid (2) entsteht beim Verbrennen von Kraftstoffen. Diese Klimatologen denken, dass dieses 2 wie das Glas eines Gewachshauses die Atmosphare uberdeckt und zu einem Anstieg der Lufttemperatur fuhrt. Schlie?lich versuchen sie, dieses inkorrekte klimatische Skript der ganzen Welt aufzudrangen.

Dieses wissenschaftliche Fundament" des Kyoto-Protokolls enthalt zwei prinzipielle Fehler:

1. Es gab viele Perioden in der Erdgeschichte, in denen es warmer war und die Atmosphare mehr 2 enthielt, als heute (0.03 Prozent). Die Befurworter des Kyoto-Protokolls verwenden diese Korrelation als Beweis fur den Einfluss des Treibhauseffektes auf die Atmosphare. In Wirklichkeit ist der 2-Anstieg Folge eines naturlichen Temperaturanstiegs an der Oberflache des Meeres. Je warmer Klima und Meer werden, umso mehr 2 wird von den Meeren in die Atmosphare entlassen. Es ist ein wohlbekanntes chemisches Verhalten: 2 entweicht dem Wasser, wenn es sich aufheizt. Es gibt strenge Indizien, dass Zuwachse in der 2-Konzentration Jahrzehnte nach einem Temperaturanstieg stattfinden. Das Resultat der Erwarmung (Isolierung von 2) wurde absichtlich mit der Ursache der Existenz von klimatischen Warmperioden vermischt.

2. Bodennahe Luft halt die Hitze besser als Kohlendioxid (2). Die Sattigung der Atmosphare durch zusatzliche 2-Mengen fuhrt immer zu tendenzieller Abkuhlung der Luft. Theoretische Schatzungen zeigten, dass ein Ersetzen eines existierenden Stickstoff-Sauerstoffgemisches (78 Prozent zu 21 Prozent) in der Erdatmosphare mit 2 (100 Prozent) immer in einer Abkuhlung der Erdoberflache um nahezu zwei Grad Celsius resultieren durfte. (http://macroevolution.narod.ru/sorohtin.htm).

Die Natur ist weiser als der Mensch. Wird das Klima warmer, extrahiert die Natur mehr an 2-Gas aus dem Wasser, das die Erde bedeckt, was fur Pflanzen zu dieser Zeit sehr nutzlich ist. Dieser Beweis zeigt, Annahmen uber globale Erwarmung in Relation zum modernen Industrieboom und seinem Treibhauseffekt" sind einfach unkorrekt.

Schlechter Geschmack ist nichts Anderes, als die Wahrheit zu fruh zu sagen." - Mel Brooks
Ein exzellentes Zusammenpassen" (oder hochsignifikante Korrelation) von am Computer simulierten globalen Lufttemperaturen und solchen, die unabhangig davon aus Baumringen abgeleitet wurden zeigt, dass das mathematische Modell die Temperaturschwankungen der nordlichen Hemisphare fur 14 Perioden von sieben bis 1.029 Jahren akkurat beschreibt. Sowohl die simulierte, als auch die rekonstruierte Kurve erfassen die gleichen Ereignisse - im Jahresbezug und beim Ausschlag. Das empirische physikalische Model kann fur klimatische Vorhersagen und Rekonstruktionen fur die letzten 1.500 Jahre dienen.

Die moderne Erderwarmung (1920 bis 2035), fruhere und zukunftige Abkuhlungs- und Erwarmungstendenzen ergeben sich, nach Zusammenfassung aller modellierten Klimaausschlage, speziell in Perioden von 230, 515 und 1.029 Jahren, die sich innerhalb des Sonnensystem gebildet haben. Weshalb die Klimaanderung in keinster Weise mit den industriellen Treibhausgasen" in Verbindung steht. Alle langzeitlichen Temperaturanderungen in der nordlichen Hemisphare haben ihren naturlichen Ursprung und periodischen Charakter. (siehe Grafik)

Bewegungen fur sauberes Wasser und reine Luft sollten sich mit lokalen und regionalen Umweltproblemen befassen, die nichts mit der globalen Klimaanderung zu tun haben.

Insbesondere die Verschmutzung der unteren Schichten der Erdatmosphare in Kanada und Russland beeinflusst nur ihre eigenen Territorien. Auf Breitengraden dieser Lander kommen die Luftstrome meistens vom Westen her. Diese Lander grenzen im Osten an den Atlantik und den Pazifik, wo sich die Luft naturlich reinigt.

Quellen von Verunreinigungen und Gebiete ihres schadigenden Einflusses konnen leicht ausgemacht werden. Das kann nicht mit den internationalen Richtlinien des Kyoto-Protokolls, die keine wissenschaftliche Basis besitzen, erreicht werden. Es mussen nationale und internationale Gesetze und Regeln ausgearbeitet werden, die Unternehmensprozesse, die die Umwelt verschmutzen, unprofitabel machen.

Wer hat Schuld und was mussen wir tun?

Sein oder nicht sein? Das ist hier die Frage." -William Shakespeare
Modell-Vorhersagen, die auf der Periodizitat von Klimaprozessen basieren, sagen zuverlassig zukunftige globale Kalteperioden voraus. Jetzt haben wir auf der Erde eine der warmsten und gefalligsten Perioden unserer gesamten Glazialepoche. Die letzten eine Million Jahre begunstigte gerade einmal ein Zehntel dieser Zeit die Bildung von Leben. Perioden ahnlich der heutigen modernen gab es nur zu einem Prozent. Die fruheren Zivilisationen, wir eingeschlossen, etablierten sich wahrend dieser Warmperiode nach der letzten Eiszeit, die nun zu einem Ende kommt. Vor gerade mal 12.000 Jahren haben Gletscher - ganz oder teilweise - die Gebiete von Alaska, Kanada, Lander in Europa, Russland, der Ukraine und China uberzogen, und eine neue eiszeitliche Periode nahert sich bereits.

Um die Infrastruktur unserer Zivilisation zu erhalten, ist es notwendig, Klimaschwankungen kunstlich zu begrenzen und die globalen Temperaturen zu stabilisieren. Wir mussen lernen, wie man ein warmes Klima so lange wie moglich erhalten kann. Der erste ausschlaggebende Temperaturabfall wird zogerlich um 2035 beginnen. Zur Kontrolle des Klimas bedarf es entscheidender vorbeugender Aufwendungen von Zeit und Ressourcen. Wir brauchen wissenschaftliche und experimentelle Studien, die auf die Kontrolle naturlicher Energieflusse im nahen Erdraum und an der Erdoberflache ausgerichtet sind. Da das Minimum des experimentellen Zyklus 22 Jahre sein durfte, mussen wir uns beeilen!

Die Programme des Kyoto-Protokolls sollten nachgepruft werden, da sie unsere Zivilisation gefahrden. Am Vorabend einer ernsten naturlichen Klimaanderung, dirigieren sie Studien, Geldfluss und Propaganda entlang eines inkorrekten Weges. Von Anfang an wird der Temperaturabfall die nordlichen Seewege verschlie?en und radikal die Produktion und Lieferung an Kohlenwasserstoff und anderer Minerale behindern. Nordliche Staaten, unterstutzt von der ganzen Welt, mussen dringend beginnen, technische Systeme zu studieren, zu entwickeln und zu bauen, um mit den kunftigen Temperaturabfallen umgehen zu konnen.
Boris Berry M.Sc. in Geologie und Geophysik, Ph.D. & D.Sc. (1988) Senior Research Scientist" im Bereich Permafrost und Bodenkunde. Diplom der Higher Attestation Commission der UdSSR, Moskau. Entwickelte Methoden zur Kurzwettervorhersage, Stabilitat von Eis-Strukturen. Desweiteren interdisziplinare Forschung, Zeitserien bei der Vorhersage von Klimaanderungen bis 2.100 und deren okologische, soziookonomische und technologisch gefahrlichen Prozesse. Entwicklung von Systemen zur Uberwachung dynamischer Prozesse wie Erdbeben. Berry lebt in Kanada und ist Redakteur beim Internet-Journal Annals of Disasters, Periodicity & Prediction", www.netpilot.ca/geocryology/annals/index.html

Text erschienen in Epoch Times Deutschland Nr. 30/08

 
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